TH - Bombenfund / Evakuierung

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Einsatzort Details

Ortsbereich Stolzenau
Datum 27.11.2017
Alarmierungszeit 16:44 Uhr
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

FF Stolzenau
ELO SG Mittelweser
Versorgungszug Wietzen
TEL LK Nienburg

Einsatzbericht

Bericht 1:

Evakuierung nach Bombenfund

Nach dem Fund einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg war eine Evakuierung erforderlich.

Gegen 13.00 Uhr wurde am Weserufer unweit des Campingplatz eine 500 Kilo Bombe entdeckt. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst sprachen sich für eine kurzfristige Entschärfung aus.

In einem Radius von 1000 Metern musste der Ort evakuiert werden. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und DLRG bereiteten die Evakuierung für den Abend vor.

Nach dem diverse Straßen gesperrt waren und die Einwohner über Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen informiert worden waren begann die Räumung der Häuser und Wohnungen. Anlauf- und Versorgungsstelle war das Schulzentrum in Landesbergen. Mit Bussen wurden die Bürger dort hin gefahren.

Der Verpflegungstrupp der Feuerwehr versorgte in Landesbergen die Einsatzkräfte und evakuierten Bürger.

Die Polizei hofft das gegen 22.30 Uhr mit der Entschärfung und Bergung der Bombe begonnen werden kann. Ein Seniorenheim innerhalb des gesperrten Radius wurde vom DRK geräumt und versorgt. Wenn alle Wohnungen geräumt sind wird das gesperrte Gebiet mit einem Hubschrauber überflogen. Erst dann beginnt die Entschärfung. Die Weser ist seit den Mittagsstunden für den Schiffsverkehr gesperrt.

Text: Uwe Schiebe, KPW - Nienburg - Nord

Bericht 2:

Fliegerbombe fordert 500 Einsatzkräfte in Stolzenau

Fliegerbombe erfolgreich entschärft

Um 23:24 Uhr hatten die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ihren gefährlichen Auftrag erledigt, die am Mittag an der Weser gefundene Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg war entschärft. Die Stolzenauer Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren und noch ein paar Stunden Schlaf genießen.

Mit einigen Stunden Vorlaufzeit wurden rund um den Fundort in der Nähe des Campingplatzes in einem Radius von 1.000 Meter alle Straßen abgesperrt. Gegen 20 Uhr begannen dann rund 150 Polizeibeamte der Nienburger Polizei mit Unterstützung aus Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Hannover, 206 Feuerwehrkräfte aus den Wehren der Samtgemeinde Mittelweser und den Kreiseinheiten, sowie 130 Mitarbeiter alle Rettungsdienste und der DLRG, Mitarbeitern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes und der Samtgemeindeverwaltung, mit der Evakuierung des gefährdeten Bereiches. Die Männer und Frauen gingen in den drei Räumbereichen von Haus zu Haus und forderten die rund 2.300 betroffenen Bürger auf, ihre Häuser zu verlassen. Wer sich nicht eigenständig aus dem Gefahrenbereich entfernte, konnte auf Busse zurückgreifen, die das Anlauf- und Versorgungszentrum am Schulzentrum in Landesbergen anfuhren.

Im Schulzentrum wurden etwa 300 Bürger betreut, diese bekamen eine vom Verpflegungszug aus Wietzen zubereitete Mahlzeit oder auch einen Schlafplatz.

Gegen 23 Uhr begann die eigentliche Entschärfung der Bombe, nachdem noch einmal ein Polizeihubschrauber den gesamten gesperrten Bereich überflogen und kontrolliert hatte. Dann ging alles ganz schnell und reibungslos, und noch vor Mitternacht konnten die ersten Bewohner ihre Wohnungen wieder in Beschlag nehmen.

Und die Bevölkerung wurde ausdrücklich für ihr vorbildliches Verhalten gelobt. So gab es bei der Evakuierung keine nennenswerten Vorkommnisse, lediglich einmal musste der Schlüsseldienst eine verschlossene Tür öffnen.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass bei weiteren Baggerarbeiten keine neuen Blindgänger gefunden werden, die dann wieder aufwendig entschärft werden müssen.

Text: Martin Möhring, Kreispressewart Süd